Letztes Update: 16. September 2024
Der Artikel erklärt, warum eine fremdgenutzte Immobilie als erste Investition vorteilhafter ist als ein Eigenheim. Finanz-Experte Vincent Vannuys gibt wertvolle Einblicke für angehende Immobilien-Anleger.
In Zeiten von Altersarmut und sinkenden Renten wird es immer wichtiger, sich selbst abzusichern. Der Erwerb von Immobilien als Kapitalanlage bietet eine vielversprechende Möglichkeit, um langfristig Vermögen aufzubauen. Doch viele angehende Immobilien-Investoren stehen vor der Frage: Soll ich zuerst ein Eigenheim kaufen oder in eine fremdgenutzte Immobilie investieren? Finanz-Experte Vincent Vannuys von Finanziege erklärt, warum die zweite Option oft die bessere Wahl ist.
Sinkende Bauzinsen und niedrige Immobilienpreise durch Bestandsauflösungen bei Maklern machen den Kauf von Wohnimmobilien derzeit besonders attraktiv. Gleichzeitig sorgt der Wohnraummangel in deutschen Großstädten dafür, dass die Mieten immer weiter steigen. "Anders als selbstgenutzte Wohnobjekte bietet vermieteter Wohnraum nicht nur eine passive Einnahmequelle, sondern auch eine Vielzahl steuerlicher Vorteile", erklärt Vincent Vannuys. Eine Immobilie als Kapitalanlage kann sich also auch dann lohnen, wenn man selbst noch Mieter ist.
Angesichts des vorherrschenden Wohnraummangels und der Überalterung der Gesellschaft ist auch der Staat daran interessiert, dass Wohnraum geschaffen wird. Wer eine Immobilie zur Vermietung kauft, trägt dazu bei, neuen Wohnraum zu schaffen und sichert sich gleichzeitig Mieteinnahmen für das Alter. Der Staat unterstützt dies durch verschiedene Förderprogramme, die vergünstigte Darlehen oder Zuschüsse bieten.
Wer eine Immobilie auf Kredit kauft, trägt eine erhebliche finanzielle Last. Bei einem Eigenheim muss der Kreditnehmer die Tilgung und die meisten laufenden Kosten selbst tragen. Eine steuerliche Absetzung ist nur begrenzt möglich. Anders verhält es sich bei einem fremdgenutzten Objekt. Hier können die Zinsen sowie sämtliche Kosten für Wartung, Instandhaltung und Reparaturen steuerlich geltend gemacht werden. Dies senkt die steuerliche Belastung erheblich.
Ein weiterer Vorteil einer fremdgenutzten Immobilie besteht darin, dass sie vom ersten Tag der Vermietung an Einnahmen generiert. Für Kreditgeber ist das ein großes Plus. Entsprechend ist es möglich, bessere Konditionen für ein Bankdarlehen auszuhandeln. Viele Banken sind bereit, höhere Darlehen zu gewähren und sogar die Kaufnebenkosten mitzufinanzieren. Das Risiko für den Kreditgeber ist geringer, weshalb auch der geforderte Eigenkapitalanteil in der Regel geringer ausfällt.
Auch bei der Tilgung des Darlehens sind diejenigen im Vorteil, die zuerst eine Immobilie zur Vermietung erwerben. Ein Eigenheim muss komplett selbst abbezahlt werden, ohne Steuervorteile oder Mieteinnahmen. Im Gegensatz dazu generiert die Vermietung jeden Monat Einnahmen, die nach einigen Jahren ausreichen, um die Kreditraten vollständig zu decken. Zusammen mit den Steuervorteilen ergibt sich ein Modell, das die Tilgung des Darlehens fast ausschließlich durch Mieteinnahmen ermöglicht.
Immobilien wirken sich auch positiv auf die Bonität des Eigentümers aus. Wer die erste Wohnung als Kapitalanlage erwirbt, erhält bereits günstigere Konditionen, da die Bank mit Einnahmen rechnet. Ist ein Objekt komplett abbezahlt, kann es erneut beliehen werden, um das nächste zu erwerben. Auf diese Weise ebnet bereits die erste fremdgenutzte Wohnimmobilie den Weg zu einem schnelleren Vermögensaufbau.
Diese Faktoren zeigen, warum es sich oft mehr lohnt, zuerst eine Immobilie zur Vermietung zu erwerben. Sie ist steuerlich günstiger, leichter zu finanzieren und stellt ein wichtiges Sprungbrett zum Traum vom Eigenheim dar. Wer bereits abbezahlte Immobilien besitzt, ist für Banken ein lohnender Kunde und erhält auch für die Finanzierung eines selbstgenutzten Wohnobjekts bessere Bedingungen. Damit der Sprung zum erfolgreichen Immobilieninvestor gelingt, sind Anleger jedoch auf einen starken Partner angewiesen, der ihnen beim Vermögensaufbau zur Seite steht und den Zugriff auf Top-Objekte in ganz Deutschland ermöglicht.
Als Immobilien-Anleger stehen Sie vor vielen Entscheidungen. Eine der ersten Fragen ist, ob Sie in ein Eigenheim oder eine fremdgenutzte Immobilie investieren sollten. Der Finanz-Experte Vincent Vannuys von Finanziege empfiehlt, mit einer fremdgenutzten Immobilie zu beginnen. Diese Entscheidung kann Ihnen helfen, von steuerlichen Vorteilen und regelmäßigen Mieteinnahmen zu profitieren. Der Leverage-Effekt spielt hierbei eine wichtige Rolle. Durch den Einsatz von Fremdkapital können Sie Ihre Rendite steigern. Mehr dazu erfahren Sie im Artikel über den Leverage-Effekt bei Immobilieninvestitionen.
Ein weiterer wichtiger Aspekt beim Immobilien-Investment sind die rechtlichen Rahmenbedingungen. Gerade bei fremdgenutzten Immobilien ist es entscheidend, die Rechte und Pflichten zu kennen. Der Ratgeber zum Reinigungsrecht Immobilien bietet Ihnen wertvolle Informationen, um rechtliche Fallstricke zu vermeiden. So können Sie sicherstellen, dass Ihre Immobilie nicht nur eine gute Rendite bringt, sondern auch rechtlich abgesichert ist.
Schließlich sollten Sie auch die Marktbedingungen im Auge behalten. Die Eigentumsquote in Ihrer Region kann ein Indikator für die Nachfrage und somit für die Preisentwicklung sein. In Nordrhein-Westfalen beispielsweise gibt es interessante Entwicklungen. Erfahren Sie mehr über die Eigentumsquote NRW Immobilienmarkt und wie diese Ihre Investitionsentscheidungen beeinflussen könnte. Diese Informationen helfen Ihnen, fundierte Entscheidungen zu treffen und langfristig erfolgreich zu sein.